
Bei akutem Hörsturz zählt jede Stunde.
Ein Hörsturz tritt plötzlich und meist einseitig auf – oft begleitet von Tinnitus, Druckgefühl oder Schwindel. Er ist ein medizinischer Eilfall: Je früher die Behandlung beginnt, desto besser sind die Chancen auf vollständige Erholung.
Ein Hörsturz ist ein medizinischer Eilfall. Wer eine plötzliche Veränderung beim Hören bemerkt, sollte nicht abwarten: Die Heilungschancen sind am besten, wenn innerhalb der ersten drei Tage nach Auftreten der Symptome behandelt wird. Jeder weitere Tag ohne Therapie verschlechtert die Prognose.
Hörsturz ist ein Notfall – jede Stunde zählt.
Fordern Sie einen Rückruf an. Wir melden uns und klären in wenigen Minuten, ob und wie schnell wir Ihnen helfen können.
Gerade plötzlich schlechter hören?
Unser Akut-Ratgeber zeigt Schritt für Schritt, was Sie jetzt tun sollten und wann eine ergänzende HBO-Therapie geprüft werden kann.
Akuter Hörsturz – was tun?Ein Hörsturz (medizinisch: idiopathischer sensorineuraler Hörverlust, SSNHL, umgangssprachlich auch Gehörsturz) ist eine plötzlich auftretende Hörminderung ohne erkennbare äußere Ursache. Betroffen ist meist nur ein Ohr. Häufig liegt eine Durchblutungsstörung im Innenohr zugrunde, durch die die empfindlichen Haarzellen nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Oft wird der Hörverlust von Ohrgeräuschen (Tinnitus) begleitet.
Der Hörsturz ist eine Ausschlussdiagnose: Bei der ärztlichen Untersuchung wird geprüft, ob eine andere Ursache für die Hörstörung vorliegt. Ist der plötzliche Hörverlust durch eine Mittelohrentzündung, einen Ohrenschmalzpfropf oder ein Knalltrauma erklärbar, spricht man nicht von einem Hörsturz. Erst wenn kein anderer Grund gefunden wird, lautet die Diagnose Hörsturz.
Schmerzen gehören nicht zu den typischen Hörsturz-Symptomen. Treten zusätzlich Ohrenschmerzen, Fieber oder Ausfluss auf, steckt meist eine andere Erkrankung dahinter – auch dann gehört das Ohr rasch ärztlich untersucht.
Die genaue Ursache lässt sich nur in einem Teil der Fälle eindeutig benennen. Als Auslöser gelten Durchblutungsstörungen der feinen Innenohr-Gefäße, virale Infekte, starker Stress und das Gefühl anhaltender Überlastung, Lärm- oder Knalltrauma sowie vorübergehende Gefäßverengungen. Gemeinsamer Nenner ist fast immer eine Stoffwechselstörung der Sinneszellen des Innenohrs, meist durch Sauerstoffmangel. Genau hier setzt die Hyperbare Sauerstofftherapie an.
Begünstigende Faktoren sind Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Rauchen, Schlafmangel und starke berufliche oder private Belastung.
Große Studien kommen zu dem Ergebnis, dass etwa 40 Prozent aller Betroffenen einen Hörsturz spontan wieder ausheilen. Bleibt diese Spontanheilung aus und wird nicht behandelt, tritt bei weiteren 40 Prozent keine Besserung ein – und bei rund 20 Prozent verschlechtert sich das Hörvermögen zusätzlich. Bleibende Hörminderung und dauerhafter Tinnitus sind die häufigsten Spätfolgen. Abwarten ist deshalb die riskanteste Option.
Es gibt beim Hörsturz keine Therapie mit hundertprozentiger Wirksamkeit – dafür sind die Ursachen zu uneinheitlich. Die folgende Übersicht zeigt die drei etablierten Behandlungswege:
| Behandlung | Wirkprinzip | Evidenz | Zu beachten |
|---|---|---|---|
| Kortison (systemisch oder intratympanal) | Hemmt Entzündung und Schwellung im Innenohr | Meistgenutzte Standardtherapie, Leitlinien-empfohlen | Magenbeschwerden, Blutdruck- und Blutzuckeranstieg möglich |
| Rheologika (durchblutungsfördernde Infusionen) | Sollen die Fließeigenschaften des Blutes verbessern | Nutzen heute umstritten, früher Standard | Allergische Reaktionen, Juckreiz möglich |
| Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) | Vervielfacht den im Blut gelösten Sauerstoff im Innenohr | Beste Datenlage als ergänzende Therapie, besonders bei frühem Start | Druckausgleich nötig, sehr gut verträglich |
Fazit: Die frühe Kombination aus Kortison und Hyperbarer Sauerstofftherapie bietet die besten Chancen auf rasche und möglichst vollständige Erholung des Hörvermögens. Die 2025 publizierte Meta-Analyse von Alter et al. (Laryngoscope) zeigt: Patienten mit HBO zusätzlich zur Standardmedikation erreichen mehr als doppelt so häufig eine Hörverbesserung wie unter alleiniger medikamentöser Therapie.
Bei der Hyperbaren Sauerstofftherapie – auch Sauerstoffüberdruck-Behandlung genannt – sitzen Sie in einer Therapie-Druckkammer und atmen unter Überdruck medizinisch reinen Sauerstoff über eine Maske ein. Dadurch steigt der physikalisch im Blutplasma gelöste Sauerstoff um ein Vielfaches. Er erreicht auch Bereiche des Innenohrs, die über die normale Durchblutung nicht mehr ausreichend versorgt werden – und unterstützt so die Regeneration der geschädigten Sinneszellen.
Wenn durchblutungsfördernde Medikamente und Kortison allein nicht ausreichen, haben Sie mit der HBO eine zusätzliche, wissenschaftlich gut untersuchte Chance auf Besserung – vor allem, wenn die Behandlung früh beginnt.
Privat Versicherte und Beihilfeberechtigte: Die Kosten der HBO-Therapie bei akutem Hörsturz werden bei entsprechender Indikation in der Regel erstattet.
Gesetzlich Versicherte: Die gesetzlichen Krankenkassen erkennen derzeit keine der Hörsturz-Behandlungen generell als erstattungsfähig an, da bei allen Verfahren der vollständige wissenschaftliche Wirksamkeitsnachweis aussteht. Gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten rechnen die Behandlung deshalb meist privat ab oder stellen einen Antrag auf Kostenübernahme im Einzelfall. Wir nennen Ihnen die Kosten vorab transparent und unterstützen Sie beim Antrag.
Unsicher, ob HBO für Sie infrage kommt?
Fordern Sie einen Rückruf für eine erste Einschätzung an – inklusive Auskunft zu Kosten und Terminen.
Das HBO-Zentrum Euregio Aachen ist auf die Behandlung von akutem Hörsturz und Tinnitus spezialisiert und betreibt eine der größten Druckkammer-Einrichtungen im Rheinland – zugelassen nach VDD, GTÜM, TÜV und DNV. Wir prüfen in einer ärztlichen Ersteinschätzung, ob die HBO-Therapie für Sie infrage kommt, und besprechen mit Ihnen die nächsten Schritte.
„Das Behandlungsergebnis ist zeitabhängig: Je früher nach dem Hörsturz mit der HBO-Therapie begonnen wird, desto größer ist die Chance auf Besserung.“
Medizinisch geprüft von Dr. med. Elke Langejürgen · zuletzt aktualisiert am 26.07.2026 · Orientierung an der AWMF-Leitlinie „Hörsturz (Akuter idiopathischer sensorineuraler Hörverlust)“ sowie an aktueller Studienliteratur. Dieser Text ersetzt keine ärztliche Beratung.
Ein Hörsturz ist ein plötzlich auftretender, meist einseitiger Hörverlust ohne erkennbare äußere Ursache. Er wird auch als sudden sensorineural hearing loss (SSNHL) oder umgangssprachlich Gehörsturz bezeichnet und gilt als medizinischer Eilfall.
So früh wie möglich – idealerweise innerhalb der ersten drei Tage. Je früher die Therapie startet, desto höher sind die Chancen auf vollständige Erholung des Hörvermögens. Die HBO-Therapie zeigt besonders innerhalb der ersten Wochen, längstens 3–6 Monate nach dem Ereignis, gute Ergebnisse.
Plötzlicher einseitiger Hörverlust, dumpfes oder verzerrtes Hören („wie durch Watte“), Druckgefühl im Ohr, Ohrgeräusche (Tinnitus), Schwindel und Schwierigkeiten beim Sprachverstehen.
Häufig liegen Durchblutungsstörungen im Innenohr, virale Infekte, Stress oder Lärmexposition zugrunde. Die exakte Ursache lässt sich nicht immer feststellen – der Hörsturz ist eine Ausschlussdiagnose.
Lassen Sie den plötzlichen Hörverlust noch am selben Tag ärztlich abklären. Außerhalb der Sprechzeiten erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) oder im Notfall 112 wählen. Nicht abwarten – auch wenn die Symptome schwanken. Fordern Sie parallel eine HBO-Ersteinschätzung per Rückruf an.
In einer Druckkammer atmen Sie unter erhöhtem Umgebungsdruck reinen Sauerstoff. Dadurch gelangt deutlich mehr Sauerstoff in das geschädigte Innenohr. Eine Sitzung dauert ca. 90 Minuten, üblich sind 10–15 Behandlungen.
Studien zeigen, dass etwa 40 Prozent der Betroffenen eine Spontanheilung erleben. Bei rund 40 Prozent bleibt ohne Behandlung eine Besserung aus, bei etwa 20 Prozent verschlechtert sich das Hörvermögen sogar. Abwarten ist deshalb keine gute Strategie.
Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen erstatten die Kosten bei entsprechender Indikation in der Regel. Gesetzliche Krankenkassen erkennen die Hörsturz-Behandlung bislang nicht generell als erstattungsfähig an; gesetzlich Versicherte rechnen meist privat ab oder stellen einen Einzelfallantrag. Wir informieren Sie vorab transparent über die Kosten und unterstützen beim Antrag.
Nein. Die HBO-Therapie ist eine ergänzende Behandlung. Die besten Ergebnisse zeigt die frühe Kombination aus Kortison und Hyperbarer Sauerstofftherapie.
Eine Überweisung ist hilfreich, aber keine Voraussetzung für ein Erstgespräch. Wichtig sind ein aktuelles Tonaudiogramm und die bisherigen Befunde. Fordern Sie einen Rückruf an – wir sagen Ihnen, was Sie mitbringen sollten.
Die Behandlung ist schmerzfrei. Beim Druckaufbau muss – wie im Flugzeug – ein Druckausgleich im Ohr erfolgen; das üben wir vorher mit Ihnen. Während der Sitzung sind Sie durchgehend ärztlich und technisch überwacht.
Ja, ein erneuter Hörsturz ist möglich. Risikofaktoren wie anhaltender Stress, Bluthochdruck, Rauchen und Lärmbelastung sollten deshalb konsequent reduziert werden.
Noch Fragen offen? Wir sind persönlich für Sie da.
Fordern Sie einen Rückruf an – wir klären Ihre Situation, Termine und Kosten persönlich.
Patientinnen und Patienten reisen aus einem Umkreis von rund 75 Kilometern zu uns nach Aachen. Eigene Seiten mit Anfahrt und FAQ gibt es u. a. für:
Begleitend zum Hörsturz tritt häufig Tinnitus auf.
Mehr zur HBO-Therapie bei TinnitusWir melden uns in der Regel innerhalb von 24h zurück.
„*" zeigt erforderliche Felder an

Vereinbaren Sie jetzt einen unverbindlichen Termin in unserer Sprechstunde. Alternativ können Sie uns jederzeit per E-Mail erreichen.
Rückrufzeiten
Montag bis Freitag: 08:30 – 17:00 Uhr
Flexible Beratungszeiten nach Absprache möglich.
Bei akutem Hörsturz fordern Sie bitte möglichst früh einen Rückruf an.